Ist unser Auto wichtiger als wir selbst?

Es ist echt preiswert, befriedigt den oder die „Macher*in“ in uns und macht oft sogar noch Freude: Das Heimwerkern, im saloppen US-Style „DIY“ für „Do It Yourself“ genannt, lässt Autos in Selbsthilfewerkstätten statt beim Vertragshändler landen. Smartphones werden mit Lupe und im Netz eigens bestellten Spezialschraubenziehern bearbeitet, um Akku oder Display auszutauschen. Vom Kuchenbacken daheim, dass täglich hunderte von kommerziellen Konditoren unglücklich in die Tageskasse blicken lässt, ganz zu schweigen.

Und die eigene Gesundheit? Das eigene Hirn? Die eigene Seele? Da schmilzt das Selbstvertrauen ins eigene Potenzial so schnell wie eine Schneeflocke zu klimagewandelten Weihnachtstagen – noch in der Luft des Gedankenflugs. Sofort wird nach Profis gegoogelt: Ärzte, Therapeuten, Coaches und Dozenten. Das ist auch völlig in Ordnung. Profis bringen einen weiter, weil sie es gelernt haben.

Doch das heißt nicht, dass man die Kraft zur Selbstermächtigung komplett abgeben muss: Lieben Sie so wie Ihr Auto auch Ihr eigenes Leben – haben Sie Mut, auch da selbst an den richtigen Schrauben zu drehen.

Damit fahren Sie besser.

Dieser Beitrag ist unter der Kolumne REFLEKTOR in der jüngsten Ausgabe „NEUES VON ALLISE“ (zum Abo auf dem rechten Bildschirmrand) erschienen.