Eigene Themen, eigene Wege: Junge Selbsthilfe startet

Die Junge Selbsthilfe in Potsdam ist da – das Ganze begann mit einem Festival, dass unmissverständlich zeigte: Junge Selbsthilfe ist mehr als Sitzkreis und Trübsal.

AlliSe-Reporter Sven Rosig sprach mit Projektleiterin Anja Breuer über den klangstarken Start.

 

Wie war die Premiere? Ist alles gut gegangen?

Wir hatten total viel Glück mit dem Wetter. Das war ein großer Punkt, wir hätten durchgeregnet sein können. Aber: Alles war gut, alle waren da. Wir sind sehr froh.

Was ist das konkrete Anliegen?

Wir wollen mit „Elflein 11“ einen Begegnungsort für junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren schaffen wollen, mit verschiedenen Bedürfnissen, Anliegen, Krankheiten. Dort besteht die Möglichkeit, erst einmal ganz unverbindlich mit dem Thema Selbsthilfe in Berührung zu kommen.

Gab es schon konkrete Anfragen von Jüngeren auf dem Fest? Obwohl ich mir das in so einem frühen Stadium, gleichsam bei der Initialzündung, schwer vorstellen kann.

So war es auch nicht. Aber es kamen schon einige Organisatoren und Netzwerker aus anderen Arbeits- und Lebensbereichen.Die haben sich gefreut, dass sie Interessentinnen und Interessenten für Selbsthilfe, die bei ihnen waren, nun auf uns aufmerksam machen und zu uns vermitteln können. Und es gab schon Hinweise, wo wir aktiv hingehen können, um die jungen Menschen zu finden, die unser Angebot vielleicht gut gebrauchen können.

Was sind die ersten praktischen Schritte nach dem Festtrubel?

Wir haben ja schon unsere festen Veranstaltungstermine, immer jeder vierte Freitag im Monat. Das erste Treffen wird am 28. Juli sein. Wir werten gerade die Karten mit den Anregungen von unserem kleinen Wunschbaum aus, den wir zum Behängen mit diesen Karten im Elflein 11-Treff aufgestellt hatten. Wir wollen und müssen ja wissen: Was ist überhaupt gewünscht? Was kommt an? Wir machen aber auch selbst Angebote. Die müssen auch sein, wenn so etwas erst einmal in Gang kommen soll. So laden wir Gäste ein, die schon Erfahrung mit junger Selbsthilfe haben. Die berichten dann und können bestimmt einige Fragen beantworten. 

Gibt es auch Unterstützung aus Berlin. Da gibt es ja schon eine lebendige Selbsthilfezene?

Ja, gibt es. Ich war dort sogar selbst früher ehrenamtlich aktiv. Für die Erfahrungsberichte konnte ich auch schon Gäste von dort gewinnen.

Danke Anja. Bleibt eigentlich nur noch zwei Dinge zu sagen: Viel Erfolg und viel Glück!

Danke!