Aktiv sein mit Körperbehinderung

Wir sind 15 Menschen, viele davon sind auf ein Hilfsmittel zur Fortbewegung angewiesen. In der Selbsthilfegruppe „Rollstuhlfahrerklub Potsdam 81 e.V. – Interessengemeinschaft der Körperbehinderten, ihrer Freunde und Helfer“ haben wir uns zusammengefunden, um eine Geselligkeit zu pflegen, die uns gut tut.

Ich selbst habe keine Körperbehinderung und übernahm die Organisation bzw. Leitung der Gruppe gemeinsam mit drei weiteren Clubmitgliedern, als unsere vormalige Vorsitzende Rosemarie Rduch 2010 verstarb. Damals stand die Frage: Wer bringt die Zeit und die Kraft auf, um diese Arbeit, mit Unterstützung aller Gruppenmitglieder, zu übernehmen? Ich entschied mich dafür, diese Aufgabe zu meistern.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Freizeitgestaltung. Dazu kommen aber auch interessante und lebenspraktische Informationsabende. So laden wir uns Referentinnen und Referenten mit spannenden Themen ein, zum Beispiel von der Polizei, die Tipps zur Prävention zum Schutz vor Kriminaltät vermittelte. Das Ziel für uns alle ist klar: Heraus aus der Isolation zu kommen, eine schöne Ablenkung durch Gemeinsamkeit zu erleben. Denn die meisten von uns leben allein. Dadurch hebt sich insgesamt auch unser Befinden und unsere Gesundheit, egal, ob wir noch arbeiten oder schon in Rente sind. So tragen wir sogar zur Senkung des Krankenstandes bei.

(Foto: Susann Städter / photocase.com)